Entspann Dich, Schatz! 7 Tricks top-organisierter Brautpaare

Heiraten ist nichts für Anfänger. Wie man die Planung mit Familie organisiert, welche Kleinigkeiten große Wirkung erzielen und welche genialen Einfälle manche Paare haben, um nicht dem Vorbereitungsstress zum Opfer zu fallen - avala hat sie für Euch gesammelt und gedruckt!

von Kira Nothelfer

Während manche Paare Hochzeitsplanung als sehr stressig empfinden (teilweise mit gutem Grund!), wuppen andere ihre Vorbereitungen ganz lässig neben Hausbau, Kindern und Fulltimejob. Aber wie machen sie das so mühelos? Okay, vermutlich haben sie Hilfe von einem professionellen Hochzeitsplaner. Aber darüber hinaus scheinen sie noch einige Geheimnisse zu haben, wie sie ihr Leben mit dem zusätzlichen Abenteuer „Hochzeit“ so reibungslos organisieren können. Wir haben einigen Paaren auf den Zahn gefühlt, mit welchen kleinen Tricks sie sich während stressiger Planungsphasen ihre gute Laune bewahrt haben.

Mariya & Dominik: Das Postfach

„Als Freunde von uns geheiratet haben, hatten sie ständig unterschiedliche Emailadressen angegeben, je nachdem, wer sich wo angemeldet hatte. Das führte irgendwann ins Chaos, weil sie Verträge und Angebote nicht mehr wiederfanden. 

Wir haben eine eigene Email-Adresse nur für die Hochzeitsplanung eingerichtet. Mit diesem einfachen Trick stellen wir sicher, dass wichtige Emails nicht mit alltäglichem Kram, Werbung oder Newsletter verwechselt werden.  Wann immer wir Zeit haben, uns mit unserer Hochzeit zu beschäftigen, haben wir gleich alles am selben Ort. Auch alle Interaktionen unserer Hochzeitswebsite laufen dort zusammen, die Nachrichten und Zusagen der Gäste. Sehr praktisch!“

Julia & Felix: DIY versus BIY

„Zuerst wollten wir für unsere Hochzeit sehr viel selbst gestalten und vorbereiten. Ich war total verliebt in die kleinen Details und wollte wirklich ALLES! Aber wir haben schnell gemerkt, dass diese Bastelprojekte doch viel länger dauern als gedacht und dass das, was dabei herauskam… naja sagen wir mal: nicht ganz so gelungen war. Frustration pur! Im Internet gibt es zum Glück Portale wie Etsy und Dawanda, wo man wirklich schöne handgemachte Sachen findet. Aus DIY (do it yourself: mach es selbst) wurde bei uns dann ziemlich schnell „buy it yourself“ (kauf es selbst). 

Irgendwie war das für uns eine wichtige Erkenntnis, uns nur auf das zu konzentrieren, was wir können und woran wir auch wirklich Spaß haben. 

Schließlich kamen wir darauf, unsere eigenen Hochzeits-Badekugeln herzustellen, die wir in kleinen Tütchen als Gastgeschenke verteilen werden. Wie man Badesalz und -zusätze herstellt, hatte mich schon immer interessiert. Also haben wir uns gemeinsam für einen Hobbykurs angemeldet und herumexperimentiert. Das hat echt viel Spaß gemacht und war eine Aktion nur für uns beide. Und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen!“

Nina & Celine: Gemeinsam Stark

„Da Celine schon verheiratet war und das ganze Programm mit Kleid und Kirche nicht noch mal machen wollte, haben wir uns dafür entschieden, bei unserer Hochzeit vieles einfach völlig anders zu gestalten.

Es wird eine Art Festival geben mit einer freien Trauung mitten in der Nacht. Leider kam das bei unseren Familien nicht so gut an und es gab viel Streit und Tränen. Besonders meine Mutter ist enttäuscht darüber, da das ihrer Meinung nach gar keine „richtige“ Hochzeit sei. Für uns ist es besonders wichtig, Zusammenzuhalten und eine Einheit zu bilden, wenn es um uns und unseren Hochzeitsentscheidungen geht.

Wir lieben unsere Familien und wir wissen, dass sie ihre Ratschläge nur gut meinen. Unsere Lebensentwürfe so durchzuziehen, wie wir es vorhaben, wird schwierig genug. Da ist es eine gute Probe, sich bei den Hochzeitsvorbereitungen nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, sondern gemeinsam stark zu sein.“ 

Elif & Mehdi: Prioritäten setzen

„Als wir uns das erste Mal mit Kira getroffen haben, hat sie uns gesagt, was unsere Ideen auf meinem Pinterest-Board in der Realität tatsächlich kosten würden. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen! Stattdessen sollten wir jeder zwei Dinge nennen, die uns am Wichtigsten sind und auf die wir am meisten Zeit, Geld und Mühe verwenden wollen.

 

Wenn man kein unbegrenztes Budget zur Verfügung hat, kann man nicht alles haben, das ist ganz klar. Wir haben gemeinsam lange darüber gesprochen, was uns am meisten am Herzen liegt (bei uns waren z.B. Essen und Location sehr wichtig – für mich persönlich aber natürlich auch mein Kleid). Wenn man dann priorisieren muss, überlegt man sich schon genau, was es eigentlich ist, dass man daran so gut findet oder warum dieser oder jeder Punkt für einen selber viel wichtiger ist, als für den Partner. Auf diese Weise haben wir uns und unsere Bedürfnisse besser einschätzen können und auch die Erwartungen überdacht, die wir beide an unsere Hochzeit haben. Im Nachhinein würde ich das allen Paaren empfehlen.“

Pauline & Gus: Das Hochzeitskonto

„In den USA, wo Gus herkommt, ist es üblich, dass die Eltern der Brautleute die Hochzeitsfeier ausrichten bzw. in weiten Teilen dafür bezahlen. Wir waren sehr dankbar, dass uns unsere Familien für unsere Hochzeit finanziell unterstützen, aber natürlich mussten wir trotzdem unser Budget gut im Auge behalten. 

Damit wir bei allen Ein- und Auszahlungen nicht durcheinanderkamen, haben wir für die Hochzeit ein eigenes Konto eingerichtet. Wir haben sehr darauf geachtet, auch die kleinsten Dinge nur von diesem Konto zu bezahlen und dabei genau über jeden Posten Buch geführt. So haben wir unser Budget optimal eingesetzt, ohne den Überblick zu verlieren. 

Anstelle von Geschenken haben wir uns Geld gewünscht, dass für unsere Hochzeitsreise verwendet wurde. Auch wenn es merkwürdig klingt, aber viele Verwandte haben sich wohler damit gefühlt, uns ihr Geschenk ebenfalls auf unser Hochzeitskonto zu überweisen, anstatt Bargeld mit auf die Feier zu bringen.“ 

Anouk & Danilo: Keine Zeit verlieren

„Wir haben direkt während der Flitterwochen unsere Dankeskarten geschrieben. Wir hatten uns schöne Blankokartons mitgenommen und am Strand für jeden Gast ein paar persönliche Zeilen geschrieben. So kurz nach der Hochzeit waren alle Eindrücke noch frisch und es war toll, sich die Erlebnisse mit den lieben Menschen ins Gedächtnis zu rufen und gegenseitig zu erzählen, was der andere vielleicht verpasst hatte.

Als wir nach Hause kamen, haben wir den Karten noch Fotos beigelegt und sie ohne weitere Verzögerung verschickt. Unsere Familie und Freunde waren so lieb und großzügig zu uns, wir wollten sie nicht wochen- oder monatelang auf unsere Reaktion warten lassen. Außerdem waren zu dem Zeitpunkt noch alle Adressen aktuell und gut organisiert -  wer weiß, in ein paar Monaten hätten wir sicherlich zu viel um die Ohren gehabt und unsere Hochzeitsgrüße nicht mehr so easy beantworten können.“ 

Pia & Sören: Delegieren & Helfen lassen

„Mit zwei Kindern, zwei Hunden und unserem Haus, das wir momentan in unserer Freizeit selbst ausbauen, war von Anfang an klar, dass wir es nicht schaffen würden, uns ganz allein um die Hochzeitsvorbereitungen zu kümmern. Das Coaching mit Kira war ein perfekter Kick-off, der uns schon mal viel Zeit und Nerven gespart hat. Trotzdem mussten wir unheimlich viel auf die Hilfe unserer Freunde und Verwandten zurückgreifen, um das „Projekt Hochzeit“ zu verwirklichen.

Wir haben nur wenige Termine selber wahrgenommen und ganz viel an Personen delegiert, die davon viel mehr Ahnung haben. Z.B. hat mein Schwager den Wein ausgesucht, Freundinnen haben sich um Deko und Blumen gekümmert und unsere Omas um den Kaffee & Kuchen. Es war ein bißchen gewöhnungsbedürftig, weil man den anderen auch sehr vertrauen muss. Aber wir wussten, sie hätten die Hilfe nicht angeboten, wenn sie nicht hätten helfen wollen. Am Ende hat es allen super Spaß gemacht und unsere Helfer waren fast so stolz wie wir.“

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